Gebrauchshundesport

D. Hörnke, Vasco Airport Hannover
Vasco Airport Hannover

Was ist Gebrauchshundsport? Der Gebrauchshundesport besteht aus mehreren Spaten.

 

Fährtenarbeit

 

Nach erfolgreich absolvierter Begleithundprüfung kann sich der Hundeführer entscheiden, ob es ihm Spaß macht und der Hund die optimale Nasenveranlagung hat, um als reiner Fährtenhund oder in allen drei Disziplinen Fährte, Unterordnung und Schutzdienst ausgebildet werden soll. Beginnen wir mit der "Fährtenarbeit" generell.
Zunächst legt man selbst eine "Fährte", und zwar als Gerade und am Ende legt man "Leckerchen" oder ein dem Hund gehörendes Spielzeug ab. Auf jeden Fall muss das Ziel mit einem Erfolgserlebnis für den Hund verbunden sein.
Beim Legen darf er übrigens zuschauen, damit stimuliert man ihn (da man die Fährte selbst legt, lässt man ihn zurück - er verfolgt wachsam sein "Herrchen"). Im Verlauf des Trainings legt man dann Wellenlinien, rechte oder auch spitze Winkel und mehrere Gegenstände auf eine Fährte, die der Hund auffinden soll und schafft er es, wird er gebührend gelobt. Hier gibt es dann später "richtige Profis", die noch nach drei Stunden und unabhängig von der Witterung fast 2 km lange Fährten verfolgen und alle ausgelegten winzigen Gegenständen finden.

 

Unterordnung

 

Zur Unterordnung gehören hier wieder die allseits bekannten Übungen wie Leinenführigkeit und Unbefangenheit, Freifolge, Sitzübung, sowie das Ablegen in Verbindung mit Herankommen, das Stehen mit ggf. Herankommen, das Bringen eines Gegenstandes auf ebener Erde und im Sprung über eine Hürde und sogar zusätzlich über eine Kletterwand, das Voraussenden mit Hinlegen, das Ablegen unter Ablenkung sowie die Überprüfung der Schussgleichgültigkeit.

 

Schutzdienst

 

Die dritte Abteilung "Schutzdienst" wird auch gern Gehorsam des Hundes in Trieblagen genannt. Gerade in diesem Übungsteil wird der Hund sehr stark belastet, da er aus Reizsituationen sofort wieder zurück in das gewünschte Gehorsamsverhalten gerufen wird.
Diese Überprüfung stellt hohe Anforderungen an das Triebverhalten, die Selbstsicherheit und Belastbarkeit des Hundes.
Sich für sein Rudel im Rahmen seiner Möglichkeiten einzusetzen, lernt der Welpe schon frühzeitig von seiner Mutter.
Im Rahmen des Schutzdienstes wird u.a. dieser Bewachungsinstinkt genutzt. Ganz entscheidend zur Erlernung dieser Disziplin ist das Wesen des Hundes. Ausgeglichenheit, Nervenstärke und Selbstbewusstsein, gepaart mit unabdingbarem Gehorsam gehören zu diesen Voraussetzungen. Ein Hund, der nicht die Hörzeichen des Hundeführers befolgt, kann hier absolut nicht bestehen.
Die Übungen bestehen aus Streife nach dem Helfer, Stellen und Verbellen, eine Fluchtvereitelung. Dann erfolgt ein Überfall auf den Hund und wenn der Helfer ruhig steht, muss der Hund ihn nur bewachen. Anschließend wird der Helfer angewiesen eine bestimmte Strecke zu gehen, hierbei versucht er das Team überraschend an zugreifen. Dieses gilt durch den Hund zu vereiteln.

 

Zum Ende der Übung erfolgt erneut ein Angriff durch den Schutzdiensthelfer, nun aber über eine längere Distanz. Durch Vertreibungslaute versucht der Helfer den angreifenden Hund  zu verjagen, hier muss er große Nervenstärke und Selbstbewusstsein beweisen.