Erste Obedience-Prüfung im DVG Landesverband Berlin-Brandenburg e.V. 2009


Ein persönlicher Erlebnisbericht

Wie es dazu kam...

Während sich diese, nun schon nicht mehr so neue Hundesportart, in den anderen DVG Landesverbänden längst etabliert hat (2009 fanden bundesweit ca. 120 Prüfungen statt), fristet sie in unserem LV leider immer noch eine Art Schattendasein.

Dem zum Trotz haben sich seit längerem einzelne Hundesportler aus verschiedenen Vereinen dieser faszinierenden Sportart zugewandt, und führen ihre Hunde zum Teil bereits erfolgreich zu Leistungsprüfungen.

Sie stehen jedoch recht oft "allein auf weiter Flur", sind in ihren Mitgliedsvereinen häufig noch Einzelkämpfer, es fehlt die Verbindung, der Motor, der die alle zusammenhält und vorwärts treibt.

Ein Anfang wurde bereits 2008 gemacht, als beim HSV TeamSport das erste SKN Seminar für Obedience im Landesverband Berlin-Brandenburg stattfand. Es war mit 20 Teilnehmern gut besucht, jedoch waren aus dem LV Berlin-Brandenburg nur 5 Mitgliedsvereine vertreten.

Auch im HSV TeamSport arbeitet eine kleine Gruppe unermüdlich daran, diese Sportart weiter nach vorne zu bringen, mit der Ausrichtung einer Prüfung wurde hier ein Meilenstein und ein Zeichen gesetzt.

Der Verein hatte im Vorfeld alles daran gesetzt, um auf dem Übungsplatz die bestmöglichen Voraussetzungen zu schaffen, was letztlich unter großem Einsatz vieler Mitglieder gelang.

Als Richter konnte, wie schon für die Durchführung des SKN-Seminars, erneut unser OfO des DVG, Uwe Wehner gewonnen werden.

Mit Susanne Tauer wurde der Verein durch eine Leistungsrichterin und die OfO des SGSV kräftig unterstützt. Sie gab Hilfestellung im Rahmen der Vorbereitungen und stand am Prüfungstag als Ringsteward zur Verfügung, an ihrer Seite Angelika Robaczek, ebenfalls aus dem SGSV.

Auch das Starterfeld spiegelte diesen verbandsübergreifenden Ansatz wider, der letztlich entscheidend zum Erfolg beigetragen hat, es fanden sich Aktive aus dem DVG, dem SGSV und dem SV zusammen.

Mit 24 Teilnehmern war die Prüfung fast voll besetzt, die Teilnehmer waren auf alle 4 Prüfungsstufen gut verteilt, sodass interessierte Zuschauern aus Vereinen, die sich mit dem Gedanken tragen, diese Sportart in ihr Ausbildungsangebot aufzunehmen, ein komplettes Bild der Sportart Obedience geboten wurde.

Aufgrund der guten Vorbereitung verlief der Prüfungstag ohne Hektik, jeder kannte seine Aufgabe und arbeitete eigenständig und, für die Prüflinge kaum merklich, im Hintergrund. Dieses miteinander aller an der Ausrichtung Beteiligten war schön anzusehen. Diese Ruhe übertrug sich auch auf die Starter, so dass sie, von der persönlichen Aufregung vor einer Prüfung einmal abgesehen, gelassen an den Start gehen konnten.

Auch die Ergebnisse konnten sich sehen lassen, von den 24 Starter, konnten 8 ein vorzüglich, 5 ein Sehr gut und 4 ein Gut als Wertnote erlangen, somit konnten fast dreiviertel der Teilnehmer ihre Prüfung bestehen.

Die Stimmung war gut und die Resonanz der Gäste war überaus positiv, was für die Aktiven im Verein ein großer und verdienter Lohn war!

Auffällig war die Rassevielfalt der vorgeführten Hunde. Die Übungen im Obedience stellen für den gesunden Hund keine übermäßige körperliche Belastung dar und die Leistungen sind auch nicht von der Hundegröße abhängig. So kann Obedience grundsätzlich tatsächlich mit jedem Hund auch bis in höhere Prüfungsstufen erfolgreich betrieben werden, der Arbeitsbereitschaft mitbringt und einen Hundeführer an seiner Seite hat, der gewillt ist, sich mit anspruchsvoller Hundeausbildung auseinanderzusetzen.

Denn einfach ist es nicht! Die in der Beginnerklasse für einen erfahrenen Hundesportler vielleicht noch recht simpel anmutenden Übungen, steigern sich in ihrem Schwierigkeitsgrad sehr schnell von Prüfungsstufe zu Prüfungsstufe und sind in ihrer Komplexität nicht zu unterschätzen.

Mich selbst, als momentan nicht aktiven Hundesportler, hat dieser Tag begeistert und mitgerissen. Ich durfte den amtierenden Ringstewards als Helfer assistieren und hatte so die Gelegenheit mitten drin dabei sein zu können.

Es war ein schöner rundum Tag!

...und wenn ich in diesem Bericht zwar meine persönliche Sicht der Dinge wiedergebe, so denke ich, dass ich in diesem Fall wohl für alle Beteiligten sprechen kann.


Anne Wildt